Flora und Fauna
Auf den Seychellen gibt es keine so große Artenvielfalt wie auf den Kontinenten. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, liegt die Insel doch weit ab, sodass sich die nur diejenigen Arten ansiedeln konnten, die den weiten Luft- oder Wasserweg zurückgelegt hatten. Und doch gibt es hier eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, wie etwa die Meereskokosnuß oder die Riesenschildkröten.
Touristen dürfen aufatmen, denn die auf den Seychellen vorkommenden Insekten, Schlangen, Skorpione und Spinnen sind allesamt ungiftig. Dies gilt auch für die Geckos, die man allerorten sehen kann.
Schnorchler und Taucher lieben die Inseln hier, kann man in den Korallenriffen doch herrliche Fische betrachten. Ob nun bunte Picassofische, Wimpelfische, Oktopuse oder Rochen, hier scheint die Unterwasserwelt noch in Ordnung zu sein, denn ein Großteil der Korallenriffe ist schon zerstört.
Seychellen Palme
Der mit bis zu 20 Kilogramm größte Samen der Welt stammt von der Seychellen-Palme. Die auch coco de mer genannten Fächerpalmen können bis zu 800 Jahre alt werden und sind sowohl auf Praslin als auch der Nachbarinsel Curieuse zu bestaunen. Die Vogelwelt ist die artenreichste im westlichen Ozean. Die Weißkehlige Ralle, einer der letzten flugunfähigen Vögel der Welt ist hier zu finden. Der ebenso berühmte Wasa-Papagei lebt im Vallee de Mai auf Praslin.

Die Seychellen nehmen ihre Rolle als lebendes Naturkundemuseum unter freiem Himmel äußerst ernst. Deshalb wurde auch die Hälfte der sehr begrenzten Landfläche unter Naturschutz gestellt. Das Vallée de Mai, das man einst für den Garten Eden hielt, und das sagenhafte Aldabra, das größte erhabene Korallen-Atoll der Welt, zählt die UNESCO beide zum Weltnaturerbe.
Ein bemerkenswertes Rankengewächs ist die fleischfressende Kannenpflanze (pitcher plant), welche auf Höhen über 500 Meter gedeiht und deshalb nur auf Mahe und Silhouette vorkommt.

Foto: Alfindra Primaldhi
Seinen Namen verdankt der bis zu 20 Meter hohe Baum “Flamboyant” seiner feuerroten Farbe, die er in der Blütezeit (November und Dezember) annimmt..

Foto: Stephen Lea
Speziell zum Schutz des endemischen Paradiesfliegenschnäppers, der zu den seltensten Vogelarten der Welt gehört, wurde auf La Digue ein Park mit dem Namen La Veuve Special Reserve eingerichtet.

Foto: Marion Schneider & Christoph Aistleitner

Seychellen.biz